28.11.2011

Immobilien richtig finanzieren

von Heinrich J.

Eine Immobilienfinanzierung stellt für jeden Häuslebauer oder potentiellen Immobilienkäufer, neben der Suche nach der passenden Immobilie oder dem passenden Grundstück, eine der größten Herausforderungen dar. Aber warum ist das eigentlich so? Wo gibt es Fallstricke, was ist zu beachten und welche Vor-oder Nachteile der einzelnen Finanzierungsmöglichkeiten gibt es? Zunächst ist zu erwähnen, dass sich sehr viele Immobilieninteressenten mit der Wahl der für sie passenden Immobilie oft überschätzen. Nicht dass ihnen das Traumhaus oder die Penthouse Wohnung nicht zu gönnen ist, die finanziellen Grenzen und Möglichkeiten werden zumeist erheblich falsch eingeschätzt. Deshalb ist es enorm wichtig bei jedem potentiellen Immobilienkauf zunächst die finanziellen Grenzen genau abzustecken und sich erst dann auf die Suche nach dem passenden Objekt zu begeben. immobilienfinanzierung Denn nichts ist frustrierender als bei einem ersten Bankgespräch feststellen zu müssen, dass man um die gefundene "Traumimmobilie" finanzieren zu können, zumindest noch einen oder besser sogar zwei Karrieresprünge hinter sich bringen muss um sich dieses Haus oder gerade diese Wohnung leisten zu können. Deshalb empfiehlt es sich, bevor konkretere Schritte und Suchaktionen in Angriff genommen werden, zunächst bei einem Beratungsgespräch bei der Bank den maximal möglichen Finanzierungsrahmen abzustecken. Denn erst dann kann man sich wirklich gezielt auf die Immobiliensuche begeben. Eine Eigenkapitalausstattung von mindestens den Kaufnebenkosten ist äußerst empfehlenswert für eine erfolgreiche Immobilienfinanzierung. Hier gilt die Faustformel, je höher die Eigenkapitaldecke, desto komfortabler die Rahmenbedingungen in Bezug auf Finanzierung, Zinszahlungen und die Laufzeit bis zur vollständigen Entschuldung! Selbstverständlich können auch Eigenleistungen, als Ersatz für nicht so üppig vorhandenes Eigenkapital, erbracht werden. Hierbei unterscheidet man die Eigenmittel in zwei Kategorien. Zum einen in die Kategorie Eigenkapital, also Sparguthaben, Bausparverträge mit Sparguthaben oder ganz einfach Bargeld. Zum anderen die Kategorie Eigenleistungen, hierzu zählen alle Maßnahmen die der künftige Immobilienkäufer oder Bauherr einer neuen Immobilie, durch Muskelkraft erbringt, deshalb auch Muskelhypothek genannt. Es zählen zur Muskelhypothek nicht nur Bauleistungen beim Neubau, sondern es sind ebenfalls Renovierungsarbeiten an bestehenden Gebäuden, wie beispielsweise eine Badsanierung oder Fenstererneuerung zu zählen. Auch Bauspardarlehen sind stets willkommene Finanzierungsbausteine, ebenso öffentliche Mittel der KFW-Bank, diese können bei der Hausbank beantragt werden. Als durchleitendes Institut wird diese die Antragsunterlagen direkt an die KFW-Bank weiterleiten. Der Kredit Vertrag wird dann aber direkt von der KFW-Bank dem Kunden zugeleitet. Ebenso zählen zur Rubrik der öffentlichen Mittel die sogenannten LAKRA-Gelder. Diese werden von den Bundesländern jedes Jahr neu aufgelegt und bieten stark zinsverbilligte Darlehen sowie weitere Finanzierungsmittel unter dem Aspekt der Wohnraumförderung. Aber Achtung, jedes Bundesland bietet differenzierte Programme, daher fallen die Fördermittel sehr unterschiedlich aus. Ausführliche Informationen gibt es bei den jeweilegen Wohraumförderstellen der einzelnen Gemeinden. Wenn mas also wenigstens einige der zuvor erläuterten Ausführungen beherzigt, dürfte einer erfolgreichen Immobilienfinanzierung eigentlich nichts mehr im Wege stehen!

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