Die "Finanzkrise in Europa" ist vor allem durch die starken Unterschiede in der wirtschaftlichen Situation der einzelnen Länder der Euro-Zone und ihre mangelnde wirklich integrative Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Gebiet hervorgegangen. Der Euro wurde eingeführt, ohne dass es diesen wirtschaftlichen Zusammenhalt schon gab. Die Einführung des Euro als gemeinsames Zahlungsmittel hätte zu allerletzt erfolgen müssen und nicht der Ausgangspunkt sein dürfen. Hat der Euro denn überhaupt noch eine Zukunft? Eben stand Griechenland unmittelbar vor der Insolvenz. Wann wird Spanien erklären, seine Schulden seien so hoch, dass die Länder der Euro - Zone auch da wieder Geld hinein pumpen müssen? Wann ist Portugal dran, dem es offensichlich nicht viel besser geht. Von Belgien wird gesagt, es stehe auch bald vor einem Staatsbankrott. Welche andere Staaten werden folgen? Man muss heute zunehmend die Frage stellen, welche Zukunft der Euro hat und ob es überhaupt einen Sinn hat, den Euro in dieser verkrampften Art "stabil " halten zu wollen, sofern hier überhaupt noch von Stabilität die Rede sein kann. Zunehmend mehr Staaten verlieren durch die Finanzkrise ihre Souveränität und machen sich immer weiter abhängig von der Finanzdiktatur der Banken. Deutschland wird mit seinem Schuldenpaket nun auch noch für Griechenland und Staaten, die als nächstes vor dem Staatsbankrott stehen werden, nichts daran ändern können, sondern sich zunehmend auch in dieser "Finanzkrise" verfangen.